Download Die Psychologie des Terrors. Vom Verschwörungsdenken zum by Robert S. Robins, Jerrold M. Post PDF

By Robert S. Robins, Jerrold M. Post

Show description

Read Online or Download Die Psychologie des Terrors. Vom Verschwörungsdenken zum politischen Wahn. PDF

Similar psychology books

The Meaning of Things: Domestic Symbols and the Self

The that means of items is a research of the importance of fabric possessions in modern city existence, and of the methods humans carve which means out in their family atmosphere. Drawing on a survey of 80 households in Chicago who have been interviewed just about their emotions approximately universal loved ones gadgets, Mihaly Csikszentmihalyi and Eugene Rochberg-Halton offer a different viewpoint on materialism, American tradition, and the self.

A Positive Psychology Perspective on Quality of Life

The build ‘‘quality of existence (QoL)’’, because the Eighties, whilst it was once brought, is getting used often within the context of illnesses. parts of one’s existence that give a contribution to QoL are reliable actual and psychological future health, effective cognitive functioning, social help, having the ability to meet the necessities lifestyles, confident feelings, and so on (Power, 2003).

Quantitative Psychology Research: The 78th Annual Meeting of the Psychometric Society

The 78th Annual assembly of the Psychometric Society (IMPS) builds at the Psychometric Society's project to proportion quantitative tools proper to psychology. The chapters of this quantity current state-of-the-art paintings within the box. themes comprise reviews of merchandise reaction concept, automatic adaptive checking out, cognitive diagnostic modeling, and mental scaling.

Extra resources for Die Psychologie des Terrors. Vom Verschwörungsdenken zum politischen Wahn.

Sample text

Es ist nicht schwer, den paranoiden Stil auszumachen. Die sich seiner bedienen, glauben, ihre gesamte Lebensweise solle durch eine große und heimtückische Verschwörung umgestoßen werden. An der Geschichtsauffassung des Paranoikers ist nicht so sehr bemerkenswert, daß er an die Existenz und die Bedeutung von Verschwörungen glaubt – schließlich gibt es sie ja, und sie können auch von Bedeutung sein –, sondern daß er sie für die historische Triebkraft und das entscheidende Organisationsprinzip jeder Politik hält.

In der politischen Welt des Kremls vertrauensvoll und ohne Argwohn zu sein wäre nicht nur naiv, sondern verhängnisvoll gewesen. Doch in seinem wahnhaften Eifer, seine wirklichen und eingebildeten Feinde zu vernichten, organisierte Stalin Säuberungen, denen zwischen 24 und 40 Millionen Sowjetbürger zum Opfer fielen. Stalin zeigte sämtliche Hauptmerkmale der Paranoia, allen voran den Argwohn, der bei ihm zu einem obsessiven Glauben an Verschwörungen ausartete. Er ließ sich zu feindseligen und maßlosen Handlungen hinreißen, wodurch er sich in einer eskalierenden Spirale paranoider Gewalt immer mehr Feinde schuf.

Ist der Widersacher ebenso veranlagt, ist der Prozeß entsprechend heftig, und die Eskalation wird beschleunigt. Während das »Opfer« sich zuvor nur eingebildet hat, Zielscheibe einer außergewöhnlichen Gegnerschaft zu sein, ist aus dieser Gegnerschaft, möglicherweise im Verbund mit einer Verschwörung, nun Wirklichkeit geworden. Ein derartiger Prozeß ist für das Zustandekommen vieler paranoider Beziehungen verantwortlich. So auch bei Nixon und seinen erbittertsten Widersachern. Nixons erste Kampagne richtete sich gegen Jerry Voorhis, den damaligen Kongreßabgeordneten der Demokraten.

Download PDF sample

Rated 4.29 of 5 – based on 36 votes